whose story

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whose story? Veranstaltungsreihe zu Kontinuitäten des Nazismus war eine begleitende Reihe zur Präsentation der Ausstellung Jugendkonzentrationslager für Mädchen und junge Frauen und späteres Vernichtungslager Uckermark in Wien. Die Reihe war ein Versuch, mehr Sichtbarkeit für die Nachwirkungen von Verfolgung im NS-Regime und die nach 1945 häufig ungebrochen weitergeführte Diskriminierung zu schaffen. Eine Nachlese findet sich im Mitteilungsblatt 2015 (S. 13-15).


Bisher durchgeführte Veranstaltungen im Rahmen von WHOSE STORY

Was hast du mitbekommen?
Eine Frage nach Erinnern und Handeln
Diskussionscafé, Gespräche, Präsentationen
Sonntag, 20. September 2015
Österreichische Lagergemeinschaft Ravensbrück & FreundInnen im Rahmen der WienWoche: www.wienwoche.org/de/386/was_hast_du_mitbekommen?

Veranstaltungsfolder: Was hast du mitbekommenn

Veranstaltungsfolder: Was hast du mitbekommen

„Was hast du mitbekommen?“ erkundet Handlungsmöglichkeiten, die sich aus der Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit für das Hier und Jetzt ergeben. Es wird über eigene Geschichten und gesellschaftliche Zusammenhänge reflektiert und diskutiert. Dabei wird gefragt, welche Relevanz diese Geschichten und Zusammenhänge für unsere Selbstverortungen und politischen Positionierungen haben: Was tust du mit dem, was du mitbekommen hast?
Mit Vera Modjawer (Aktivistin des Wiener KZ-Verbandes und der Österreichischen Lagergemeinschaft Ravensbrück & FreundInnen, Tochter der KZ-Überlebenden Betty Hirsch), Daria Deniz Sürer und Udo Sürer (beide Protagonist_innen des Doku-Films „Die Stimme des Phepug“, 2011.), Sheri Avraham und Iris Borovcnik (arbeiten als Club Havera an der Schnittstelle zwischen Poetik und Politik, Generationen und Geographien), Gitta Martl und Nicole Sevik (beide: Verein Ketani – Herausgeber_innen von „Uns hätte es nicht geben sollen. Drei Generationen Sinti-Frauen erzählen“) sowie Mirko Wakounig 8Bildungswissenschaftler Alpen-Adria Universität Klagenfurt, Vorstandsmitglied Initiative Minderheiten, Kärntner Slowenen)
www.uckermark-projekt.org/de/was-hast-du-mitbekommen


24. 9. 2015 – 18:00, JIFE – Jüdisches Institut für Erwachsenenbildung
Praterstern 1, 1020 Wien
Ausstellungseröffnung: Jugendkonzentrationslager für Mädchen und junge Frauen und späteres Vernichtungslager Uckermark
Mit den Ausstellungsmacher_innen sowie der Uckermark-Überlebenden Stanka Simoneti-Krajnc, in Begleitung ihrer Tochter Maja Simoneti (Anm.: Stanka Simoneti-Krajnc musste leider kurzfristig absagen, da ihr die Reise doch zu beschwerlich war), und Aktivist_innen der Hamburg-Gruppe der Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark.

Am Abend der Ausstellungseröffnung wird eine inhaltliche und generationsübergreifende Verbindung zwischen dem mahnenden Erinnern der Überlebenden und der Verantwortung für ein aktives Gedenken im Hier und Jetzt diskutiert und ein Überblick über das Programm der Ausstellung und die Themen und Fragen der Veranstaltungsreihe gegeben.
Die Veranstaltungsreihe setzt sich mit einigen der spezifischen Verfolgungsgründe der inhaftierten Frauen* und Mädchen* der Uckermark auseinander und diskutiert die Kontinuitäten von gesellschaftlicher Stigmatisierung und Ausgrenzung.
Stanka Simoneti-Krajnc war Widerstandskämpferin im „Slowenischen Jugendverband“, ist eine Überlebende des Jugendkonzentrationslagers Uckermark und setzt sich seit vielen Jahren als Zeitzeugin für einen Gedenkort Uckermark ein.
Maja Simoneti ist die Tochter von Stanka Simoneti.
Die Initiative für einen Gedenkort Uckermark e.V. setzt sich seit seit über zehn Jahren für einen aktives, offenes Gedenken und die Anerkennung der Opfer und Überlebenden des Jugendkonzentrationslagers ein.

http://www.uckermark-projekt.org/de/ausstellungseroeffnung


21. 10. 2015 – 18:30, JIFE – Jüdisches Institut für Erwachsenenbildung
Praterstern 1, 1020 Wien
Engel des Vergessens
Maja Haderlap liest Auszüge aus ihrem Roman.
http://www.uckermark-projekt.org/de/engel-des-vergessens


6. 11. 2015 – 19:00, Frauenhetz
Untere Weißgerberstraße 41, 1030 Wien
Tabuisierte Erinnerungen: Sexualisierte Gewalt im NS
(Nicht-)Umgang nach 1945 und Auswirkungen bis heute
mit Helga Amesberger (wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Konfliktforschung in Wien und Co-Autorin des Buches Sexualisierte Gewalt. Weibliche Erfahrungen in NS-Konzentrationslagern) und Barbara Preitler (Psychologin, Psychotherapeutin und Supervisorin, Gründungsmitglied und Therapeutin bei Hemayat, Betreuungszentrum für Folter- und Kriegsüberlebende in Wien, Lektorin an der Universität Klagenfurt, Autorin zahlreicher Publikationen, zuletzt: Grief and Disappearance. Psychosocial Intervention, 2015)
http://www.uckermark-projekt.org/de/tabuisierte-erinnerungen-sexualisierte-gewalt-im-ns


6. 11. 2015 – 19:00, Frauenhetz
Untere Weißgerberstraße 41, 1030 Wien
„Wir durften ja nicht sprechen…“
Fürsorge im NS und ihr Weiterwirken bis ins Heute
Podiumsgespräch zum Thema Fürsorge im NS und ihren Kontinuitäten in Kinder- und Jugendhilfe, Jugendpsychiatrie und Sozialer Arbeit mit den Schwerpunktthemen: Werte und Rahmenbedingungen der Sozialen Arbeit von der NS-Zeit bis heute, die spezifische Situation von Mädchen* und jungen Frauen* als Betroffene staatlicher (Zwangs-)Maßnahmen, sowie Formen und Möglichkeiten der Kritik und des Aufbegehrens gegen strukturelle Gewalt innerhalb sozialer Hilfesysteme.
Mit:
Gertrude Czipke (Wien), Historikerin und Psychotherapeutin, Diplomarbeit: „Die SchreibmaschinentäterInnen. Die Wiener Jugendfürsorge in den Jahren 1945 bis 1970 und ihr Beitrag zur Durchsetzung einer gegen Mädchen, Frauen, ,uneheliche‘ Mütter und deren Kinder gerichteten Geschlechterordnung.“
Kathi Hahn (Basel), war von 1970-72 Spartakus-Aktivistin und 1973 Mitbegründerin der Europäischen Kooperative Longo maï, einem internationalen Netzwerk von selbstverwalteten Genossenschaften
Michaela Ralser (Innsbruck), Erziehungswissenschafterin, Ao.Univ.-Professorin am Institut für Erziehungswissenschaften der Universität Innsbruck. Arbeitsschwerpunkte: Kritische Geschlechter- und Sozialforschung, Wissenschaftsgeschichte und Wissensschaftsforschung, Strukturbildung des Subjekts und Geschichte der Erziehung.
Flavia Guerrini (Innsbruck), Absolventin des Diplomstudiums der Pädagogik (Studienzweig: Kritische Geschlechter- und Sozialforschung), in das PHD-Studium Erziehungs- und Bildungswissenschaft inskribiert, externe Lehrende am Institut für Erziehungswissenschaft an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, aktiv im ArchFem – Interdisziplinäres Archiv für feministische Dokumentation.
Claudia Andrea Spring (Wien), Sozialarbeiterin (1982), Sozialpädagogin (1983), Historikerin (1999) und Coach (2012). Derzeit ist sie Provenienzforscherin im Österreichischen Museum für Volkskunde in Wien.
http://www.uckermark-projekt.org/de/wir-durften-ja-nicht-sprechen


13. 11. 2015 – 15:00, Planet 10
Pernerstorfergasse 12, 1100 Wien
Workshop Teil 1: Kontinuitäten von Diskriminierung und Ausgrenzung in Kinder- und Jugendhilfe. Perspektiven und Handlungsmoeglichkeiten durch die Idee des Social Justice*
mit:
Ulrike Pahl, Jg. 1983, arbeitet als Erzieherin in der stationären Kinder-und Jugendhilfe und freiberuflich bei klipp&klara als Mediatorin und Social-Justice-Trainerin
Isabel Podehl, Jg. 1981, 2 Kinder, arbeitet als Sozialpädagogin im Pflegekinderwesen mit Erfahrungen in der Kinder- und Jugendhilfe sowie der offenen Jugendarbeit und ist auch Social-Justice-Trainerin.
http://www.uckermark-projekt.org/de/wir-durften-ja-nicht-sprechen-0

14. 11. 2015 – 10:00, Planet 10
Pernerstorfergasse 12, 1100 Wien
Workshop Teil 2: Kontinuitäten von Diskriminierung und Ausgrenzung in Kinder- und Jugendhilfe. 
Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten durch die Idee des Social Justice*
Mitwirkende: s.o.
http://www.uckermark-projekt.org/de/wir-durften-ja-nicht-sprechen-1



27. 11. 2015 – 18:00, Brunnenpassage
Brunnengasse 71 / Yppenplatz, 1160 Wien
Nur ein Wort?
Über die historische und aktuelle Diskriminierung und Ausgrenzung als „asozial“ Stigmatisierter
Im Rahmen der Veranstaltung wird gemeinsam mit den Referent_innen in einer sowohl historischen als auch aktuellen Perspektive dem Begriff ‚asozial‘ nachgegangen.
Mit:
Lisa Bolyos, Redakteurin bei der Straßenzeitung Augustin, aktiv im transnationalen Netzwerk „Watch the Med – Alarmphone für Bootsflüchtlinge“. Mitbegründerin der „Plattform Geschichtspolitik“; Mitherausgebern des Sammelbandes „Diktatorpuppe zerstört, Schaden gering. Kunst und Geschichtspolitik im Postnazismus“ (Mandelbaum 2012)
Ferdinand Koller, Pädagogischer Leiter beim Verein Romano Centro in Wien, engagiert sich ehrenamtlich bei der BettelLobby Wien. Zahlreiche Publikationen zum Thema Betteln, Herausgeber des ersten Berichtes zu Antiziganismus in Österreich.
Tina Leisch, Regisseurin, Journalistin, politische Aktivistin und Mitbegründerin des Volxtheaters Favoriten; inszenierte u.a.zusammen mit Hubsi Kramar das Theaterstück „Mein Kampf“ von George Tabori, 2003 schrieb und inszenierte sie das Theaterstück Elf Seelen für einen Ochsen – enajst dus za enega vola (Festival der Regionen); 2004 erarbeitete sie gemeinsam mit Patienten und Patientinnen des Otto-Wagner-Spitals in Wien das Stück „Irrgelichter im Spiegelgrund. Eine Desinfektion“.
http://www.uckermark-projekt.org/de/nur-ein-wort


4. 12. 2015 – 19:00, Aula der Akademie der Bildenden Künste
Schillerplatz 3, 1010 Wien
Was bleibt. Fragmente einer fortwährenden Vergangenheit.
Ausstellungseröffnung & kommentierter Rundgang mit der Künstlerin Marika Schmiedt.
Marika Schmiedt ist bildende Künstlerin, Aktivistin und Filmemacherin in Wien. Seit vielen Jahren beschäftigt sie sich mit der Situation der Roma vor und nach 1945 auch in ihrer künstlerischen Arbeit.
http://www.uckermark-projekt.org/de/was-bleibt-fragmente-einer-fortwaehrenden-vergangenheit-0



14. 12. 2015 – 19:00, JIFE – Jüdisches Institut für Erwachsenenbildung
Praterstern 1, 1020 Wien
Geschichte in die Gegenwart holen. Auseinandersetzungen, die Konsequenzen fordern
Eine Diskussion mit allen, die kommen – unter ihnen bestimmt die Autor_innen und geschichtspolitischen Aktivist_innen Araba Evelyn Johnston-Arthur und Nora Sternfeld – bildet den Abschluss der drei Ausstellungsmonate und der begleitenden Veranstaltungsreihe.
u.a. mit
Nora Sternfeld, Kunstvermittlerin, Kuratorin und Professorin für „Curating and Mediating Art“ in Helsinki
Araba Evelyn Johnston-Arthur, studierte Afrikawissenschaften und Racism and Migration Studies in Legon (Ghana), Wien und London. Mitgründerin von Pamoja (1996) und seitdem in der Schwarzen Bewegung Österreichs aktiv; Kuratorin für das Ausstellungsprojekt „Verborgene Geschichte(n) – Remapping Mozart“ rief sie die Schwarze Research-Group ins Leben.
http://www.uckermark-projekt.org/de/geschichte-die-gegenwart-holen