Aufrufe

Aufruf zur Unterstützung der Plattform für eine menschliche Asylpolitik, sowie aller Initiativen, die sich für Flüchtende und deren menschenwürdige Unterbringung und Betreuung einsetzen:

Im Geist der Frauen von Ravensbrück

Wir haben ihnen ein Versprechen gegeben:
NIEMALS WIEDER FASCHISMUS! NIEMALS WIEDER KRIEG!
Deshalb ist es wichtig und notwendig, sich in die aktuelle Politik einzumischen und klar Stellung zu beziehen! Die universellen, unteilbaren Menschenrechte haben das oberste Kriterium der Politik Europas zu sein!
Die Lagergemeinschaft Ravensbrück & FreundInnen fordert eine menschliche Asylpolitik über die Grenzen unseres Landes hinweg.

Europe calling!
Wir fordern freie und sichere Fluchtwege, Fähren statt Frontex, das Beseitigen der Zäune an den EU-Grenzen, das Ende des Dublin III-Abkommens und Schluss mit Waffenproduktion und Waffenexporten!

Refugees welcome
Wir treten ein für ein Europa ohne Grenzen, wo Fluchtgründe ernst genommen, den Menschen auf der Flucht endlich Frieden und Schutz gegönnt und das Übel an der Wurzel gepackt wird. Menschen sind keine Ware! Für egalitäre soziale Rechte im Aufnahmeland, das heißt Zugang zu Wohnraum, Sozialversicherung, medizinischer Versorgung und das Recht zu arbeiten. Gegen jegliche Lager als Langzeitperspektive.

Frauen auf der Flucht sind besonders bedroht!
In Krisen- und Kriegsgebieten und auf unsicheren sowie als illegal festgeschriebenen Fluchtwegen sind Frauen besonderem Druck und in hohem Ausmaß der Gefahr von sexualisierten Übergriffen ausgesetzt.
Wir fordern international eine Asylpolitik, die die besondere Gefährdung von Frauen in Krisengebieten und auf der Flucht mit einbezieht.

Solidarität und Zivilcourage
Unter dem Eindruck der Misshandlung von Schutz suchenden Kriegsflüchtlingen in Ungarn ist Ende August eine Solidaritätsbewegung sichtbar geworden, die selbstorganisiert an den Bahnhöfen oder in Grenznähe einiger europäischer Städte Flüchtlinge empfängt und durch direkte Hilfe willkommen heißt. Es gibt viele Möglichkeiten: Sach- und Geldspenden, Sprachkurse für Flüchtlinge, ein Platz zum Schlafen und das Angebot, Zeit mit Flüchtlingen zu verbringen und sich gegenseitig kennenzulernen – der Kreativität beim Helfen sind keine Grenzen gesetzt.

Frieden statt Kriege
Stopp von Waffenproduktion und Waffenlieferungen. Sofortiges Ende der Kooperation mit den Diktaturen und Mörderregimes dieser Welt.

Aktuelle Informationen unter:
http://menschliche-asylpolitik.at


Aufruf zur weiteren Unterstützung des Kunstprojekts Futschikato – Die verschwundenen Roma und Sinti aus Kirchstetten und der „Fall Weinheber“
Das dunkle Kapitel der Ortsgeschichte

Am Sonntag, den 27. September 2015 fand in Kirchstetten (N.Ö.) eine Protestkundgebung gegen die ambivalente Gedenk- und Erinnerungskultur der Marktgemeinde Kirchstetten und die Ablehnung der geplanten Kunstinstallation von Marika Schmiedt statt.
Informationen zur Kundgebung

Zum Hergang: Kirchstetten vereitelt Roma-Gedenkprojekt (Quelle: d|Rom|A)
Die österreichische Künstlerin Marika Schmiedt befasst sich – nicht zuletzt auf­grund ihrer eigenen Familien­ge­schichte – im­mer wieder mit der Ver­folgung der Roma. »Futschikato – Die ver­schwun­de­nen Roma und Sinti aus Kirch­stetten und der „Fall Wein­heber“« heißt ihr jüngs­tes Gedenk­projekt, das den Umgang mit der Ver­gan­gen­heit in der nieder­öster­rei­chi­schen Markt­gemeinde Kirchstetten unter die Lupe nimmt. Ange­kün­digt war die Prä­sen­ta­tion bereits für Septem­ber. Doch der Bürgermeister der klei­nen Ge­meinde legt sich nun quer: „Es wird leider nicht möglich sein, diese Kunst­installation so zu ver­wirk­li­chen“, teilte Paul Horsak (ÖVP) der Künstle­rin am 5. August mit; er werde die Geneh­mi­gung für die Instal­la­tion nicht er­tei­len. Seine Begrün­dung, die die Künst­le­rin auf ihrer Web­site ver­öffent­licht hat, liest sich wie ein Echo aus längst über­wun­den geglaub­ten Jahr­zehnten:

„Es sind nun aber doch schon 70 Jahre seit diesen grauen­vollen Jahren ver­gangen und in Kirch­stetten besteht die hier lebende Bevöl­ke­rung zu mehr als 95% aus Folge­genera­tionen. Man soll zwar nie ver­gessen und schon gar nicht völlig ver­drängen, aber die heuti­gen Genera­tio­nen sind sehr wohl der Ansicht, dass die Ver­gangen­heit ruhen soll, da sie ja auch keiner­lei Schuld an diesen unwür­digen Gescheh­nis­sen haben.“

Ausführungen und Kommentare zur Geschichte des Projekts >>

Hinweis: Im Rahmen der Veranstaltungsreihe whose story findet am 4.12.2015 um 19h die Eröffnung der Ausstellung „Was bleibt. Fragmente einer fortwährenden Vergangenheit“ von Marika Schmiedt in der Aula der Bildenden Künste, Wien statt. Die Künstlerin Marika Schmiedt wird persönlich durch die Ausstellung führen.
Nähere Informationen:
whose story? – Was bleibt.Fragmente einer fortwaehrenden Vergangenheit
https://marikaschmiedt.wordpress.com/katalog-was-bleibt-what-remains/