Aktuelles

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FACES OF EUROPE
Filmempfehlung: Widerstandsmomente
Mitteilungsblatt 2021
Internet-Empfehlung: die-verleugneten.de


Ausstellung des Internationalen Ravensbrückkomitees:
FACES OF EUROPE
Die Wanderausstellung Faces of Europe. Daughters remember their Mothers, Prisoners of the Ravensbrück Concentration Camp ist ein Projekt der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück und des Internationalen Ravensbrück Komitees (IRK), der Dachorganisation der nationalen europäischen Lagergemeinschaften.
Faces of Europe zeigt großformatige Porträts von Frauen aus 13 europäischen Ländern, die im Frauen-KZ Ravensbrück inhaftiert waren – die Mütter bzw. Großmütter der heute im IRK aktiven Frauen. In einer Broschüre, die in mehreren Sprachen aufliegt, erinnern sich Töchter, Enkelkinder und Freundinnen der abgebildeten Frauen an sie.   
Die Österreichische Lagergemeinschaft Ravensbrück & FreundInnen zeigt Faces of Europe an zwei Orten in Wien und lädt sehr herzlich zum Besuch der Ausstellung und der Begleitveranstaltungen ein!

Salon Modena Art
Grimmelshausengasse 10, 1030 Wien, 15. bis 30. September 2022
Eröffnung: Donnerstag, 15.9., 18.00 Uhr
,  durch die Eröffnung begleiten Siegrid Fahrecker und Vera Modjawer (IRK) sowie Maren Rahmann (Musik)
Öffnungszeiten:
Mo., Mi., Fr., 17–20 Uhr
Di., 10–14 Uhr
Do. (ausg. 15.9.) 14–17 Uhr
Sa., 15–17 Uhr
Fr., 23.9., 18.00 Uhr, Werkstattgespräch: Brigitte Halbmayr und Siegrid Fahrecker erzählen über das Buchprojekt zur Biografie von Siegrids Großmutter Anna Burger, einer der in der Ausstellung porträtierten Frauen.

Brick-15
Herklotzgasse 21, 1150 Wien, 2. bis 10. Oktober 2022
Eröffnung: Sonntag, 2.10., 18.00 Uhr, 
durch die Eröffnung begleiten: Siegrid Fahrecker und Vera Modjawer (IRK) sowie Maren Rahmann (Musik)
Öffnungszeiten:
Mi., Fr., 17–20 Uhr
Do., 14–20 Uhr
Sa., 15–20 Uhr
So., 15–19 Uhr
(Mo, Di geschlossen)
Do. 6.10., 18.30 Uhr: Präsentation des Buches Ich war keine Heldin von Antonia Bruha. Vortrag von Brigitte Bailer: Antonia Bruha – Widerstandskämpferin und engagierte Zeitzeugin
Podiumsgespräch mit Tochter Sonja Spreng, Enkelin Billie Rehwald und der Historikerin Brigitte Bailer, Moderation Helga Amesberger
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW)

pdf Download: Programmüberblick


Widerstandsmomente
Ein Film von Jo Schmeiser; AT 2019, 98 min

Widerstandsmomente trägt Stimmen, Schriften und Objekte aus dem Widerstand gegen die Nazis in die Gegenwart. Politisch engagierte Frauen von heute reagieren auf den historischen Widerstand und stellen aktuelle Bezüge her. Ein Seil spannt sich von dem was gestern war, und dem, was heute geschieht, zu dem was sein könnte: eine solidarische Gesellschaft ohne Diskriminierung und Ausgrenzung. (Jo Schmeiser)
»Man kann einmal, zweimal oder dreimal zu einer Ungerechtigkeit schweigen. Aber dann muss man was dagegen tun.« Leyla Ariz (2017)
»Nicht politisch zu arbeiten bei einem diktatorischen Regime, das kann ich vor meinem Kind nicht verantworten.« Anna Čadia (1938)
»Ich bin nicht auf die Welt gekommen, um wegzuschauen. Ich bin auf die Welt gekommen, um die Welt mitzugestalten, ausgehend von einer bestimmten Ethik.« Rúbia Salgado (2017)

aus: Widerstandsmomente; Photo: Jasmin Trabichler

aus: Widerstandsmomente; Photo: Jasmin Trabichler

Ausgehend von Erinnerungsstücken an ihre Urgroßmutter Anna Čadia, eine Ravensbrück-Überlebende, über den Blick auf Widerstandskämpferinnen, die die Nazizeit nicht überlebt haben bis zu Frauen, die in der Gegenwart widerständig, „lästig“ sind, reflektiert Jo Schmeiser in „Widerstandsmomente“ die Präsenz der Erinnerung an den Nazi-Widerstand und die Möglichkeiten politischen Handelns in Zeiten zunehmend autoritärer Politiken.

Premiere im
Filmcasino Wien
Margarethenstraße 78, 1050 Wien
Dienstag, 17. Mai 2022, 20:15 Uhr

Von 20. bis 26. Mai
Filmhaus Wien
Spittelberggasse 3, 1070 Wien
täglich: 18h

Alle Kinotermine Wien und Bundesländer:
http://www.widerstandsmomente.at/de/news/

Diverse Diskussionsveranstaltungen mit Gästen und zu aktuellen Themen siehe:
Website: http://www.widerstandsmomente.at/de/news/
Instagram: https://www.instagram.com/widerstandsmomente/?hl=de
Facebook: https://www.facebook.com/pg/widerstandsmomente/events

Gesondert möchten wir auf folgende Veranstaltung aufmerksam machen:
Generationen
Filmvorführung Widerstandsmomente und Podiumsgespräch
Filmzentrum im Rechbauerkino, Graz
Donnerstag, 19. Mai 2022, 19 Uhr
mit:
Eva Schmeiser Čadia (Enkelin von Widerstandskämpferin Anna Čadia, Goldschmiedin)
Helga Amesberger (Politikwissenschaftlerin)
Claudia Klimt-Weithaler (Landtagsabgeordnete KPÖ Steiermark)
Jo Schmeiser (Regisseurin Widerstandsmomente)
Michael Schmied (Moderation, Kulturarbeiter)

Kooperationspartner:
CLIO Graz
Frauenservice Graz
KPÖ Bildungsverein

Radio Agora (Asja Boja) hat eine Sendung über Widerstandsmomente auf Slowenisch gestaltet, weil der Film am 29. Mai im Filmstudio im Stadtkino Villach gezeigt wird;
mit einer anschließenden Publikumsdiskussion mit der Protagonistin Marie Paul und der Regisseurin Jo Schmeiser, Moderation: Lena Grechenig.
Zur Radiosendung (Slowenisch/ Deutsch):
https://cba.fro.at/558234
https://www.agora.at/sendungen-oddaje/detail/which/agora-obzorja/agora-obzorja*

Filmstudio im Stadtkino Villach 
Sonntag, 29. Mai 2022, 16 Uhr
Feministischer antirassistischer Widerstand im Alltag
Filmvorführung und Podiumsgespräch
mit:
Marie Paul  
Protagonistin
Jo Schmeiser 
Regisseurin
Lena Grechenig 
Moderation, freischaffende Künstlerin
We Stood Like Kings – 
Live-Konzert im Kino nach dem Gespräch


Das Mitteilungsblatt 2021 (erschienen Anfang 2022)

pdf Mitteilungsblatt 2021

Aus dem Inhalt:
Vielfältige Ravensbrücker Befreiungsfeiern im Internet; physisches Treffen des Internationalen Ravensbrück-Komitees; Neues von der Ausstellung „Faces of Europe“; endlich Anerkennung der Verfolgung von Lesben; Projekte, Berichte, Nachrufe u.v.m.

 

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Zur Online-Version >>
 


Internet-Empfehlung: die-verleugneten.de

Die deutsche „Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas“ und die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg arbeitet an einer Wanderausstellung, die 2024 eröffnet wird. Bereits jetzt wird diese Arbeit laufend sichtbar gemacht: mit der Website www.die-verleugneten.de
Aus der Beschreibung der Website:
Auch über 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs gibt es Leerstellen in der Erinnerungskultur Deutschlands und Österreichs. Das Leid zehntausender Frauen, Männer und Jugendlicher, die als »Gemeinschaftsfremde«, »Asoziale« oder »Berufsverbrecher« bezeichnet wurden, rückt erst allmählich ins öffentliche Bewusstsein. Sie wurden in Konzentrationslager gesperrt, in Heimen und psychiatrischen Anstalten festgehalten, viele von ihnen zwangssterilisiert. Erst 2020 erkannte der Deutsche Bundestag sie als Opfer des Nationalsozialismus an.
Weshalb wurden Menschen überhaupt als »Asoziale« und »Berufsverbrecher« verfolgt? Wer waren diese Menschen? Wer war an ihrer Verfolgung beteiligt? Warum verweigerten Staat und Gesellschaft ihnen so lange die Anerkennung als Opfer? Diese und weitere Fragen greift die Wanderausstellung der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg auf, die 2024 eröffnet wird.
Diese Webseite begleitet im Vorfeld als Werkstatt diesen Prozess – bereits jetzt.