Aktuelles

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ANNA JUG ist verstorben
Aufruf zur Unterstützung eines wichtigen Projekts
76. Jahrestag der Befreiung. ERINNERUNG TEILEN
Online-Gedenken zum 76. Jahrestag der Befreiung des Jugendkonzentrationslagers und späteren Vernichtungsorts Uckermark
Mitteilungsblatt 2020
FACES OF EUROPE (Ausstellung des IRK in Prag)
Lebenslang. Theaterperformance von und mit Daniel Langbein


ANNA JUG ist verstorben

Die Kärntner Slowenin und Ravensbrück-Überlebende Anna Jug (geb. 1922) ist leider Anfang dieser Woche im hohen Alter von 99 Jahren verstorben. Mehr über das Leben von Anna und ihre Bedeutung für die ÖLGR/F werden wir in den nächsten Tagen hier veröffentlichen.

Anna Jug mit Irma Trksak vor der Mauer der Nationen (2006) in der Mahn und Gedenkstätte Ravensbrück

Anna Jug mit Irma Trksak vor der Mauer der Nationen in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück (Befreiungsfeier 2006) © Eva Egermann

Anna Jug (links) mit Daniela Gahleitner und Tina Leisch bei der Eröffnung der
Ausstellung „wege nach Ravensbrück“ am 10. November 1999 in Wien © Archiv der ÖLGR/F


Aufruf zur Unterstützung eines wichtigen Projekts

Ein wichtiges Buch über die Verfolgung einer Frau als sogenannte Asoziale im Ns ist im Entstehen. Leider ist es aktueller den je. Jeder Beitrag hilft!
Margit Lange – so soll die Frau hier heißen – war von den nationalsozialistischen Behörden als ‚asozial‘ stigmatisiert und in das Konzentrationslager Ravensbrück deportiert worden. Dort starb sie an einer Giftspritze. Das Buch zeichnet Margits Leben nach, fragt nach den Gründen der Verfolgung und den Nachwirkungen ihres tragischen Schicksals bei ihren Kindern, Enkeln und Urenkeln. Die Auseinandersetzung mit diesem Familienerbe ist noch lange nicht abgeschlossen.

Unterstützungsmöglichkeiten unter:
https://www.startnext.com/haftgrundasozial-margitlange?fbclid=IwAR0IqTuDNjMpoecP56tp2FyEGAsmDxXxV-7Mk2ynej5j_UzDkw97hDvxpYs


76. Jahrestag der Befreiung. ERINNERUNG TEILEN

Auch 2021 konnte, wie bereits im Jahr zuvor, auf Grund der Covid-19-Verbreitung in der Mahn-und Gedenkstätte Ravensbrück keine große Befreiungsfeier vor Ort stattfinden.
Es fanden aber rund um den Gedenktag am 18. April zahlreiche Online-Veranstaltungen statt, die dazu dienen sollten, Kontakt mit den Überlebenden, ihren Angehörigen und den FreundInnen der Mahn-und Gedenkstätte aufzunehmen und die Erinnerung auf diese Art lebendig zu halten.
Die Leiterin der Gedenkstätte, Dr. Andrea Genest, schrieb dazu in ihrer Einladung: „…Anstatt eines umfangreichen Programms auf dem Gelände der Gedenkstätte laden wir Sie in diesem Jahr ein, die unterschiedlichen Beiträge im virtuellen Raum zu besuchen. Einige geben Ihnen auch die Möglichkeit der direkten Teilnahme. Vielleicht bietet dieser Jahrestag die Chance, mehr und auch andere Personen zu erreichen als jene, die bereits wissen, dass sie die Gedenkstätte gerne wieder besuchen möchten. Nichtsdestotrotz hoffen meine Kolleginnen und Kollegen wie auch ich, dass wir uns im nächsten Jahr hier treffen können, um miteinander zu sprechen, uns zuzuhören, neue Ziele zu entwickeln.“  

Die ÖLGR/F sandte ein Blumengebinde zum Gedenken an die Opfer, das von MitarbeiterInnen der Gedenkstätte an der  Mauer der Nationen angebracht wurde. Ein Kranz, den wir ebenfalls anlässlich der Befreiungsfeier geschickt hatten, wurde wie jedes Jahr der unter der Statue „Die Tragende“ niedergelegt.

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Befreiungsfeier 2021: Die neue Gedenkstättenleiterin, Dr.in Andrea Genest, an der Mauer der Nationen. © Dr.in Insa Eschebach

Befreiungsfeier 2021: Das Blumengebinde der OELGR/F an der Mauer der Nationen. © Dr.in Insa Eschebach

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Online-Gedenken zum 76. Jahrestag der Befreiung des Jugendkonzentrationslagers und späteren Vernichtungsorts Uckermark

Die Initiative für eine Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark gestaltete eine Gedenkfeier mit (Video-)Beiträgen, um an die Ermordeten und Überlebenden der Konzentrationslager und des Vernichtungsorts zu erinnern. Die Beiträge sind weiterhin online abrufbar<.
Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark: Rede zur Befreiungsfeier 2021
Rede von Marek Barwikowski
Rede von Ingelore Prochnow
Text von Sieglinde Helmsdorf (1937-2015)


Das Mitteilungsblatt 2020 (erschienen Anfang 2021)

Druckexemplare des Mitteilungsblatts können gegen einen Porto- / Unkostenbeitrag von 7 Euro (durch Einzelpersonen innerhalb von Österreich) bestellt werden. Für interessierte (Antifa-) Gruppen gibt es Hefte kostenlos bzw. zu Portokosten.
E-Mail: LGRav_FreundInnen@gmx.net

Aus dem Inhalt: 100 Jahre Lotte Brainin; digitale Feiern und Treffen Ravensbrück, Uckermark & Internationales Ravensbrück-Komitee; Wanderausstellung „Faces of Europe“; Gedenken an die lesbischen Frauen; neue Rosa-Jochmann-Biografie in Briefen; neues Buch „Stigma Asozial“, Proteste gegen Revisionismus & Rechtsruck u.v.m.

Mitglieder erhalten das Mitteilungsblatt kostenlos zugeschicktt!
Zur Online-Version >>


Virtuelle Ausstellung des Internationalen Ravensbrückkomitees:
FACES OF EUROPE

Von 11. Jänner bis 28. Februar 2021 war im Polizeimuseum in Prag die Ausstellung Faces of Europe zu sehen. Ursprünglich war geplant gewesen, letztere anlässlich der Gedenkfeier zum 75. Jahrestag der Befreiung in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück der Öffentlichkeit zu präsentieren. Auf Grund der Absage der Gedenkfeier war dies leider nicht möglich.

Aus dem Katalog zur Ausstellung: Portrait von Betty Hirsch, verfasst von ihrer Tochter Vera Modjaver © IRK 2021

Die Ausstellung ist nun weiterhin online abrufbar, leider nur in tschechischer Sprache. Ein virtueller Besuch lohnt sich aber trotzdem. >> mehr

Vorankündigung:
Eine Veranstaltung der Österreichischen Lagergemeinschaft Ravensbrück & FreundInnen
Lebenslang. Theaterperformance von und mit Daniel Langbein

Die auf Grund der Corona-Pandemie bereits mehrmals verschobenen Aufführungen von Lebenslang. Theaterperformance von und mit Daniel Langbein mussten wegen COVID-19 nochmals auf einen neuen Termin festgelegt werden und sollen nun in der Woche von 8. – 13. November 2021 stattfinden.

Konzept, Regie und Schauspiel: Daniel Langbein
Kostüm: Ulrike Kunze
Bewegungscoaching: Anna Maria Damm
Dramaturgie: Kathi Loch
Künstlerische Mitarbeit: Nils Zapfe

Hermann Langbein, Widerstandskämpfer, Auschwitz-Überlebender, Autor, und Daniel Langbein, Schauspieler: Großvater und Enkel begegnen sich und das Publikum wird Zeuge, wie sich Zeitschichten übereinanderlegen und Spuren der Vergangenheit im Hier und Jetzt der Aufführung sichtbar werden. Daniel Langbeins Solo „Lebenslang“ (UA Dresden, 2017) ist die zweite Arbeit, in der er sich mit dem Nachlass seines Großvaters auseinandersetzt.

Daniel Langbein in: Lebenslang. © Marco Prill

Daniel Langbein zu seinem Stück:
Ich bin Schauspieler, 1987 in Wien geboren und befasse mich seit meiner Ausbildung an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Graz mit der Person und der Geschichte meines Großvaters Hermann Langbein. Er kämpfte im spanischen Bürgerkrieg mit den Internationalen Brigaden und kam über französische Lager zuerst nach Dachau und von 1942 bis 1944 für zwei Jahre in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz. Er konnte gemeinsam mit anderen eine internationale Widerstandsorganisation in Auschwitz aufbauen, überlebte und hat sein gesamtes Leben der Aufarbeitung des Erlebten und der wissenschaftlichen Analyse von Auschwitz und anderen Konzentrations- und Vernichtungslagern gewidmet.
Ein kleiner Teil seines Nachlasses ist eine Reihe von Videointerviews, die 1983 geführt wurden. Dieses Bildmaterial war Ausgangspunkt für meine Arbeit „Lebenslang“. Ich suchte nach einem persönlichen Zugang zu dem Vermächtnis meines Großvaters und fand mit diesem Stück eine Möglichkeit, mit theatralen Mitteln eine Auseinandersetzung mit unserer Geschichte anzustoßen.

Das Solo „Lebenslang“ entstand im April 2017 am tjg theater junge generation
in Dresden, es dauert etwa 15 Minuten und wird begleitet von einem
moderierten Nachgespäch.

8. – 13. November 2021
genaue Uhrzeiten werden noch bekannt gegeben
ORT: Theater Drachengasse
Fleischmarkt 22, Eingang Drachengasse 2
1010 Wien