Aktuelles

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Lebenslang. Theaterperformance von und mit Daniel Langbein
Zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Ravensbrück
Widerstandsmomente. Generationen – Filmvorführung und Gespräch
Das Mitteilungsblatt 2019 (erschienen Anfang 2020)
PETITION gegen die Verabschiedung der EU-Resolution P9_TA-PROV(2019)0021
PROSTESTBRIEF gegen die Aberkennung des Status der Gemeinnützigkeit der VVN-BdA
AUSSTELLUNG:„asozial“. Ausgrenzung gestern und heute
Neue Biographie zu Rosa Jochmann
Neuerscheinung 2019: Meine Mama war Widerstandskämpferin
Neuerscheinung 2019: >>Arbeitsscheu und moralisch verkommen<<
ONLINEPUBLIKATION: 70 + 1 JAHR


Eine Veranstaltung der Österreichischen Lagergemeinschaft Ravensbrück & FreundInnen:
Lebenslang. Theaterperformance von und mit Daniel Langbein
Konzept, Regie und Schauspiel: Daniel Langbein
Kostüm: Ulrike Kunze
Bewegungscoaching: Anna Maria Damm
Dramaturgie: Kathi Loch
Künstlerische Mitarbeit: Nils Zapfe

Hermann Langbein, Widerstandskämpfer, Auschwitz-Überlebender, Autor, und Daniel Langbein, Schauspieler: Großvater und Enkel begegnen sich und das Publikum wird Zeuge, wie sich Zeitschichten übereinanderlegen und Spuren der Vergangenheit im Hier und Jetzt der Aufführung sichtbar werden. Daniel Langbeins Solo „Lebenslang“ (UA Dresden, 2017) ist die zweite Arbeit, in der er sich mit dem Nachlass seines Großvaters auseinandersetzt.

Daniel Langbein in: Lebenslang. © Marco Prill

Daniel Langbein zu seinem Stück:
Ich bin Schauspieler, 1987 in Wien geboren und befasse mich seit meiner Ausbildung an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Graz mit der Person und der Geschichte meines Großvaters Hermann Langbein. Er kämpfte im spanischen Bürgerkrieg mit den Internationalen Brigaden und kam über französische Lager zuerst nach Dachau und von 1942 bis 1944 für zwei Jahre in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz. Er konnte gemeinsam mit anderen eine internationale Widerstandsorganisation in Auschwitz aufbauen, überlebte und hat sein gesamtes Leben der Aufarbeitung des Erlebten und der wissenschaftlichen Analyse von Auschwitz und anderen Konzentrations- und Vernichtungslagern gewidmet.
Ein kleiner Teil seines Nachlasses ist eine Reihe von Videointerviews, die 1983 geführt wurden. Dieses Bildmaterial war Ausgangspunkt für meine Arbeit „Lebenslang“. Ich suchte nach einem persönlichen Zugang zu dem Vermächtnis meines Großvaters und fand mit diesem Stück eine Möglichkeit, mit theatralen Mitteln eine Auseinandersetzung mit unserer Geschichte anzustoßen.

Das Solo „Lebenslang“ entstand im April 2017 am tjg theater junge generation
in Dresden, es dauert etwa 15 Minuten und wird begleitet von einem
moderierten Nachgespäch.

ANMELDUNG AUF GRUND DER COVID_19-REGELUNGEN UNBEDINGT ERFORDERLICH!

Freitag, 6. November 2020, 19h30
ORT: Theater Drachengasse
Fleischmarkt 22, Eingang Drachengasse 2
1010 Wien


FEIER ANLÄSSLICH DES 75. JAHRTESTAGES DES KONZENTRATIONSLAGERS RAVENSBRÜCK

Auf Grund der internationalen Maßnahmen gegen das Corona-Virus konnte heuer leider nur eine sehr kleine und stille Gedenkfeier der Mitarbeiterinnen der Mahn-und Gedenkstätte stattfinden. Auch uns österreichischen FreundInnen der LG Ravensbrück war es wegen der strengen Reisebestimmungen nicht möglich, daran teilzunehmen.  >> mehr


 AUF GRUND DER MASSNAHMEN GEGEN DIE VERBREITUNG DES CORONAVIRUS LEIDER ABGESAGT! Wir hoffen auf einen späteren Termin.

Widerstandsmomente*). Generationen – Filmvorführung und Gespräch
*) Ein Film von Jo Schmeiser; AT 2019, 98 min

Widerstandsmomente trägt Stimmen, Schriften und Objekte aus dem Widerstand gegen die Nazis in die Gegenwart. Politisch engagierte Frauen von heute reagieren auf den historischen Widerstand und stellen aktuelle Bezüge her. Ein Seil spannt sich von dem was gestern war, und dem, was heute geschieht, zu dem was sein könnte: eine solidarische Gesellschaft ohne Diskriminierung und Ausgrenzung. (Jo Schmeiser)

aus: Widerstandsmomente; Photo: Jasmin Trabichler

aus: Widerstandsmomente; Photo: Jasmin Trabichler

Ausgehend von Erinnerungsstücken an ihre Urgroßmutter Anna Čadia, eine Ravensbrück-Überlebende, über den Blick auf Widerstandskämpferinnen, die die Nazizeit nicht überlebt haben bis zu Frauen, die in der Gegenwart widerständig, „lästig“ sind, reflektiert Jo Schmeiser in „Widerstandsmomente“ die Präsenz der Erinnerung an den Nazi-Widerstand und die Möglichkeiten politischen Handelns in Zeiten zunehmend autoritärer Politiken.

Die ÖLGR/F freut sich, als Mitveranstalterin diesen Film präsentieren zu können. Im Podiumsgespräch wird sich die Regisseurin Jo Schmeiser gemeinsam mit Mona Rabofsky (Enkelin des Widerstandskämpfers Alfred Rabofsky) und Maria Pohn-­Lauggas (Soziologin) über den Fokus Generationen mit den Filminhalten auseinandersetzen.

Di., 31. März 2020, 18 Uhr
Kino am Spittelberg
Spittelberggasse 3
1070 Wien

>> weitere Informationen zum Film


Das Mitteilungsblatt 2019 (erschienen Anfang 2020)

MB 2019

MB 2019

Druckexemplare des Mitteilungsblatts können gegen einen Porto- / Unkostenbeitrag von 7 Euro (durch Einzelpersonen innerhalb von Österreich) bestellt werden. Für interessierte (Antifa-) Gruppen gibt es Hefte kostenlos bzw. zu Portokosten.
E-Mail: LGRav_FreundInnen@gmx.net

Aus dem Inhalt: „… unmöglich, diesen Schrecken aufzuhalten“ – Ausstellung zum Häftlingskrankenrevier des KZ Ravensbrück; Theaterperformance „Lebenslang“ von Daniel Langbein; Proteste & Stellungnahmen: Gegen eine revisionistische EP-Resolution und für die Gemeinnützigkeit von antifaschistischer Vereinsarbeit (Dokumentation) u.v.m.

Mitglieder erhalten das Mitteilungsblatt kostenlos zugeschicktt!
Zur Online-Version >>


PETITION gegen die Verabschiedung
der EU-Resolution P9_TA-PROV(2019)0021

UMDEUTUNG DER GESCHICHTE STOPPEN!


HIER GEHT ES ZUR ONLINE_PETITION >>

Am 19. September 2019 wurde vom EU-Parlament auch mit den Stimmen fast aller österreichischen Abgeordneten (eine Stimmenthaltung von Monika Vlana/ Grüne) eine von den polnischen Delegierten eingebrachte Resolution verabschiedet, die auf skandalöse Weise alle autoritären Regime gleichsetzt und der Sowjetunion gleichermaßen die Schuld am II. Weltkrieg zuschreibt wie auch den Nationalsozialisten.
Die ÖLGR/F hat Anfang November gemeinsam mit der Lagergemeinschaft Dachau in einem Brief an die österreichischen EU-Abgeordneten gegen diese Zustimmmung protestiert und eine Zurücknahme der Resolution gefordert, wie sie auch von der FIR (Fédération Internationale des Résistants – Association Antifasciste /Internationale Föderation der Widerstandskämpfer), der italienischen ANED (Associazione Nazionale Es Deportati nei Campi Nazisti) sowie auch dem IKBD (Internationales Komitee Buchenwald-Dora) gefordert werden:

pdf Protestschreiben von ÖLGR/F und ÖLG Buchenwald an die österreichischen EU-Abgeordneten
pdf Reaktion der FIR auf die EP-Resolution
pdf Stellungnahme der Associazione Nazionale Es Deportati nei Campi Nazisti
pdf Erkärung des IKBD (Internationales Komitee Buchenwald-Dora) zur EU-Entschließung

Wir haben bisher leider nur zwei Antworten erhalten, eine vom SPÖ-Abgeordneten Andreas Schieder, sowie die Antwort von Monika Vlana/ Grüne.
pdf Antwort von Andreas Schieder, SPÖ
pdf Antwort von Monika Vlana, Die Grünen

Da diese Entschließung weitgehend von der Öffentlichkeit unbeachtet über die Bühne ging und auch die bisherigen Reaktionen keinerlei Interesse an einer Wiederaufnahme der dringend notwendigen Diskussion und an der Arbeit zur Zurücknahme der Resolution in der derzeitigen Form erkennen lassen, haben wir ― die ÖLGR/F und die Lagergemeinschaft Buchenwald ― uns zu einer öffentlichen Petition entschlossen, die Online unterzeichnet werden kann. Über die weiteren Entwicklungen werden wir alle Interessierten an dieser Stelle am Laufenden halten.

pdf Öffentlicher Brief zur EU-Entschließung, Jänner 2020

ONLINE_PETITION >>

 Am 31. Jänner 2020 erschien in der Süddeutschen Zeitung ein Bericht zu der Petition.

Der Text der Petition wurde von den Initiatorinnen auch in einer Anzeige in der Printausgabe des Standard vom 1. Februar 2020 veröffentlicht.

Annonce Standard

Annonce im Standard vom 1. Februar 2020

 


PROSTESTBRIEF gegen die Aberkennung der Gemeinnützigkeit der VVN-BdA
Im Zuge der Änderung von Steuergesetzen u. a. für Vereine wurde der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA e. V.), einem 1947 gegründeten Verband mit Sitz in Berlin, der Status der Gemeinnützigkeit durch das Bundesminsterium der Finanzen aberkannt. Die VVN-BdA, ursprünglich VVN, ging aus Zusammenschlüssen von Widerstandskämpfern und NS-Verfolgten hervor, die nach der Befreiung vom Nationalsozialismus entstanden waren.
Als Folge der Aberkennung der Gemeinnützigkeit wurden auch hohe Steuernachforderungen an die Vereinigung gestellt, die aber mittlerweile ― in Folge von internationalen Protesten ― vorläufig ausgesetzt wurden.
Die ÖLGR/F hat am 10. Dezember 2019 in dieser Causa ebenfalls Protest beim Bundesminister der Finanzen eingelegt und diesen Protest auch an die Bundestagsmitglieder weitergeleitet.

pdf Protestschreiben an den Bundesminister der Finanzen Olaf Scholz sowie die Mitglieder des Bundestages
pdf Antwortschreiben des Steuerreferenten der FDP vom 17.12.2019
pdf Antwortschreiben des Bürgerreferats des Bundesminsteriums der Finanzen vom 6.1.2020
pdf Antwortschreiben der finanzpolitischen Sprecherin der CDU/CSU vom 8.1.2020


AUSSTELLUNG:„asozial“. Ausgrenzung gestern und heute
Die beiden Sozialwissenschafterinnen Helga Amesberger und Brigitte Halbmayr (Institut für Konfliktforschung, Wien) haben im Rahmen ihrer Forschungen zum Begriff „asozial“ ― v.a. anhand von Österreicherinnen in der NS-Zeit ― viele Parallelen zur Gegenwart feststellen müssen. Ergebnisse präsentierten sie u.a. in der Ausstellung „‚asozial‘. Ausgrenzung gestern und heute“. Sie war zunächst im Frühjahr 2019 an der Uni Graz zu sehen, in der Folge am Juridicum Wien und an der Kunstuniversität Linz. Ab 14. Jänner 2020 ist sie an der Uni Klagenfurt zugänglich.  Eine Präsentation in der Mahn-und Gedenkstätte Ravensbrück im April 2020 war ursprünglich in Vorbereitung, muss aber leider auf Grund der Corona-Maßnahmen auf unbestimmte Zeit verschoben werden.
Weitere Informationen finden Sie im pdf  Ausstellungsflyer >>

Ausstellungsplakt

 


Neuerscheinung 2019: „Rosa Jochmann. Politische Akteurin und Zeitzeugin“ von Veronika Duma

Rosa Jochmann (1901-1994) ist mehr als „nur“ eine historische Figur. Ihr Leben ist zugleich Mahnung für die Notwendigkeit des demokratischen und sozialen Engagements für eine gerechtere und solidarische Welt. Sie war als „Grande Dame“ der Sozialdemokratie, als Zeitzeugin, als ehemalige Widerstandskämpferin und als Überlebende des NS-Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück bekannt. Zeit ihres Lebens engagierte sie sich für den Kampf gegen Faschismus, Antisemitismus und Rassismus.

Veronika Duma hat nun eine neue, umfassende Biografie von Rosa Jochmann vorgelegt. Sie hat den Nachlass von Rosa Jochmann aufgearbeitet, verortet sie in der österreichischen Geschichte und damit gleichzeitig in den gesellschaftspolitischen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts. Die Arbeit konzentriert sich auf ihre Rolle als Politikerin und Zeitzeugin und auf auf ihr politisches Frauen- und Freundinnennetzwerk. Damit gelingt ihr, bisher unbekannte Zusammenhänge sichtbar zu machen.
504 Seiten, 1. Auflage, 27.06.2019
Abbildungen: 42
Reihe: Zeitgeschichte
ÖGB Verlag, ISBN 978-3-99046-319-2
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Eine zusätzliche Empfehlung: Die Website zu Rosa Jochmann, erarbeitet von Veronika Duma, veröffentlicht vom Verein für Geschichte der Arbeiterbewegung (VGA).


Neuerscheinung 2019: Meine Mama war Widerstandskämpferin. Netzwerke des Widerstands und dessen Bedeutung für die nächste Generation von Helga Amesberger, Simon Clemens und Brigitte Halbmayr

Junge Frauen im Widerstand werden nach der Niederschlagung des Nationalsozialismus zu Müttern, die eine neue Generation prägen: Welchen Beitrag zur Demokratisierung haben sie geleistet?

Der organisierte Widerstand gegen den Nationalsozialismus wird zumeist männlich gedacht – doch auch Frauen betätigten sich: Sie waren nicht unpolitisch und passiv, ihr Widerstand war nicht auf den humanitären Bereich beschränkt. Wer waren diese Frauen? Wie waren sie organisiert? Eindrucksvoll legen die Autorinnen und der Autor anhand von Einzelschicksalen dar, in welche Netzwerke diese Frauen eingebunden waren und wie ihr Widerstand aussah.
In konsequenter Folge wird auch das Weiterwirken untersucht: In Interviews mit Söhnen und Töchtern der Widerstandskämpferinnen werden nicht nur die Auswirkungen der Widerstandstätigkeit auf Mutter und Familie, sondern auch die innerfamiliäre Tradierung von Narrativen sowie politischem Bewusstsein ergründet.

ISBN: 978-3-7117-2085-6
288 Seiten, gebunden


Neuerscheinung 2019: »Arbeitsscheu und moralisch verkommen«. Verfolgung von Frauen als »Asoziale« im Nationalsozialismus

Die Sozialwissenschafterinnen Helga Amesberger, Brigitte Halbmayr und Elke Rajal (Institut für Konfliktforschung, Wien) haben in den letzten Jahren zum Begriff „asozial“ – v.a. anhand von Österreicherinnen in der NS-Zeit – geforscht. Die Ergebnisse liegen nun in der in Buchform erschienenen Studie »Arbeitsscheu und moralisch verkommen«. Verfolgung von Frauen als »Asoziale« im Nationalsozialismus“ vor.

Zum Inhalt:

Die nationalsozialistische Idee vom »reinen Volkskörper« kannte viele Ausschlusskriterien. In erster Linie waren sie ­rassistisch begründet und die »Volksgemeinschaft« daher exklusiv »arisch« konzipiert, in zweiter Linie galt es, die »schädlichen Elemente« innerhalb der eigenen Reihen zu ­entfernen. Darunter fielen auch Frauen, die aufgrund ihrer vermeintlich fehlenden Arbeitsmoral (»arbeitsscheu«) oder eines »amoralischen« Lebenswandels in den Fokus der ­Behörden gerieten. Dieses Verhalten wurde als »gemeinschaftsfremd« eingestuft und seine erbliche Veranlagung zu belegen versucht. Einweisungen in Arbeitsanstalten, Gefängnis- und KZ-Haft wie auch Zwangssterilisationen waren die Folgen. Beispiele aus den Gauen Wien und Niederdonau belegen zahlreiche dieser Frauenschicksale und das mit der Verfolgung verbundene behördliche Prozedere. Gerichtsverfahren und die Abwicklung von Entschädigungsanträgen zeigen, dass die Stigmatisierung von Frauen als »asozial« auch nach 1945 anhielt und auf vielen Ebenen nachteilige Folgen für Frauen hatte.


70 + 1 Jahr

2017 haben wir das 70-jährige Bestehen der Österreichischen Lagergemeinschaft Ravensbrück begangen, und Anfang 2018 gab es dazu eine Schwerpunktausgabe unseres „Mitteilungsblattes“.
2018 wollen wir nun diese außergewöhnliche Geschichte einer Frauenorganisation mit mehreren Ausgaben einer Online-Publikation unter dem Titel
::: 70 + 1 JAHR :::
reflektieren und schauen, wo wir heute stehen und was die Aufgaben einer Lagergemeinschaft in Zukunft sein können. Die 4. Ausgabe der Publikation ist nun erschienen!

NEU:
4. Ausgabe, erschienen am 15. Dezember 2018
3. Ausgabe, erschienen am 30. November 2018
2. Ausgabe, erschienen am 15. November 2018
1. Ausgabe,, erschienen April 2018